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AI wird nach der Digitalen Transformation zum "Game Changer"

Wie AI für mich anfing 

Ich beschäftige mich seit ca. 1992 mit den unterschiedlichen Formen der Artificial Intelligence (AI) und ihrer Anwendung in unserer Gesellschaft. Damals hatte ich an der Universität die Möglichkeit, nicht mit Regelbasierten Systemen, Neuronen Netzwerken, Mustererkennung, Computer-Linguistik und Fuzzy-Sets experimental und in einem Seminar zu beschäftigen. Schon da haben wir uns besonders in der Definition explizit darüber auseinandergesetzt, das eine Übersetzung ins Deutsche von AI in Künstliche Intelligenz (KI) völlig unzureichende Assoziationen bei einem Außenstehenden weckt.

Grundlegen hat sich in AI nichts geändert

AI hat sich im Laufe der Zeit vor allem durch die bessere Leistung der Systeme entwickelt. Dadurch konnten wesentliche Fähigkeiten der Technologien wie z.B. die Verarbeitung von Sprache und von bildlicher Darstellung die Voraussetzungen für den AI-Einsatz verbessern.

Wenn man heute von AI spricht, dann geht es fast immer um die Nutzung von Daten, einem Algorithmus (z.B. in der Form eines Neuronalen Netzwerks) und von dem Vorgang des Trainierens, d.h. dem eigentlichen "Lernen" der AI. Ein AI-Programm soll entweder Zustände erkennen und daraufhin Ergebnisse ableiten, kann unvollständige Muster und Bilder vervollständigen oder Zuordnen oder soll trennscharf zwischen Zuständen oder Gesamtmengen zuordnen und klassifizieren. AI kann sehrgut für Konfigurationsprobleme oder zur Diagnose eingesetzt werden, um Menschen bei der Entscheidung zu unterstützen oder diese z.B. aufgrund von sehr vielen Fallzahlen oder Variablen, entlasten oder Fehleranfälligkeiten helfen zu vermeiden.

AI vs. KI; künstliche Intelligenz gibt es noch immer nicht

Dieses Verhalten würde man, wenn es ein Mensch ausführt, als Intelligenz bezeichnen. Eine echte künstliche Intelligenz stellt es aber nicht dar.

Man sollte sich dabei immer bewusst sein, dass Maschinen Probleme immer anders lösen werden als Menschen. Dies bezeichnet man auch mit der Phrase „Submarines don’t swim“.

Zu dem künstlichen Verhaltender AI müssen immer die traditionelle Informationsverarbeitung mit den Werkzeugen der AI kombiniert werden. Beim Menschen kommen weitere Fähigkeiten (wie z.B. Intuition oder Kreativität) dazu, die bisher noch keinem Menschen gelungen sind, auf einem Computer nachzubilden. Eine echte Künstliche Intelligenz ist AI daher meinem Verständnis nach noch lange nicht erreicht.

Einführung in AI für Unternehmen

Eine der derzeit am einfachsten zu verstehenden Einführungen mit dem Titel „Fraiming AI for Business“ bei Youtube, stammt von BCG Partner und Managing Director Philipp Gerbert, findet man bei Youtube.

Sie zeigt aber auch gleichzeitig, dass AI trotz gleicher Prinzipien und grundlegender Elemente unterschiedliche Konsequenzen in Branchen und deren Prozessen hat.

Eine wesentliche Erkenntnis sollte aber sein, dass AI nun zu einem Tipping Point, d.h. zu einen Punkt wird, wo sich für sehr viele Menschen und Unternehmen, die Welt radikal ändern wird.

Wir verfügen bereits über die Technologien und Möglichkeiten nach der Digitalen Transformation eine weitere Welle von Rationalisierung und Veränderung der Arbeit auszulösen, die alle Büro-Arbeitsplätze von Sachbearbeitern und Prozess-Spezialisten verändern wird. Vom Gerichtsurteil, Prozess-Erfolgsaussicht, Krankheits-Diagnose, Schwachstellen-Analyse, Risiko-Abwägung bis hin zur Einwandbehandlung oder Anträgen könnten sehr viele Sachbearbeiter-Prozesse davon profitieren. Diagnose von Schäden, Reklamationen, Optimierung von Wegen, Analyse von Laborwerten, Bildauswertung, Personenalauswahl etc. - die Anwendungsvielfalt ist extrem groß und hat großes Potenzial, wenn man sich der Schwächen bewußt ist. 

AI wird nach der Digitalen Transformation zum „Game Changer“

In allen Bereichen, wo komplexe Sachverhalte mittels Erfahrung eingeschätzt, vervollständigt oder beurteilt werden müssen, wird es nach der Digitalen Transformation die Daten geben, um mit AI die Werkzeuge für eine Automation zu schaffen. Damit werden ca. 90% der Arbeitsplätze in Verwaltung von Unternehmen und öffentlichen Organisationen eine nie gekannte Welle an Rationalisierung zu spüren bekommen. 

Wir müssen uns gesellschaftlich und unternehmerisch bereits jetzt auf die Konsequenzen vorbereiten!


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Mit freundlichen Grüßen
Eckhart Mehler

Hamburg, 23.04.2018